Bilder gegen den Heißhunger
Plötzliche Heißhungerattacken… sie überkommen jede(n) von uns. Der Geist sagt: „Lass die Finger davon!“, aber der innere Schweinehund ist einfach zu stark. Im Nachhinein plagen die unnötigen Kalorien das schlechte Gewissen, der Genuss kommt ja in der Regel zu kurz. Und trotzdem fallen wir immer wieder auf diese spontanen Essgelüste rein.
Bilder als Abhilfe?
Australische Psychologen der Universität Adelaide erprobten in einer Metastudie eine neue Strategie: Wer plötzliche Essanfälle bekommt, soll sich intensiv auf beispielsweise schöne Landschaften oder herzhafte Momente konzentrieren, denn damit entstehen Bilder im Kopf. Diese Bilder überlagern jene, die im Geiste mit Heißhunger verbunden sind. Das Gehirn verwendet dafür nämlich die gleichen Ressourcen. Je stärker dabei das „Heißhunger-Bild“ überlagert wird, umso geringer ist die Lust auf entsprechende Speisen und Leckereien. Smartphones und Laptopes erwiesen sich als optimale Gedankenbild-Stütze, denn mit ihrer Hilfe haben Betroffene nicht nur imaginäre, sondern echte, lebhafte Bilder vor sich. Die Wissenschafter stellten fest, dass je lebhafter und klarer die StudienteilnehmerInnen ihre Begierde im Geiste vor sich sahen, umso stärker war das Verlangen danach.
Um spontane Essgelüste zu bekämpfen müssen demnach genau jene Ressourcen im Gehirn intensiv genutzt werden, die für die bildliche Vorstellung benötigt werden. Denn wie diese Studie zeigt, spielen Bilder im Kopf eine Schlüsselrolle beim Auslösen von (Ess)-Begierden.
Einen Versuch ist es in jedem Fall wert!
Schlagen Sie der nächsten Heißhungerattacke ein Schnippchen, indem Sie gedanklich in die Ferne schweifen und an einen herrlichen Ausblick im letzten Urlaub oder ihren schönsten, lustigsten Moment mit ihrer Familie/ihren Freunden denken. Und nicht vergessen: Pinnen Sie sich ein Foto zum Schreibtisch oder an den Kühlschrank!
Ihre
Johanna Sommer

